Eine Case Study über praktische Netzwerk-Optimierung
Ein internationaler Hersteller von Genussmitteln betreibt 47 Standorte weltweit. Wie viele Unternehmen seiner Größe setzte er jahrelang auf MPLS für die globale Vernetzung.
Das funktionierte – aber die Kosten stiegen stetig, und die IT-Teams verbrachten viel Zeit mit Netzwerk-Troubleshooting.
Die Ausgangssituation
Das Setup: Klassisches Hub-and-Spoke-Netzwerk mit zentralen MPLS-Verbindungen Das Problem: Hohe Kosten, wenig Flexibilität bei neuen Standorten
Die konkreten Herausforderungen:
- Neue Standorte brauchten 4-6 Wochen bis zur Anbindung
- Wenig Einblick in tatsächliche Netzwerk-Performance
- IT-Team war oft mit Connectivity-Issues beschäftigt
- Steigende Kosten bei wachsenden Anforderungen
„Die Frage war: Wie stellen wir um, ohne das laufende Geschäft zu beeinträchtigen?“
Der Lösungsansatz
Das Unternehmen entschied sich für eine schrittweise Migration zu SD-WAN mit Juniper Session Smart™ Technologie.
Warum SD-WAN?
Flexibilität: Neue Standorte können schnell angebunden werden
Transparenz: Klare Einblicke in Performance und Auslastung
Effizienz: Intelligente Traffic-Optimierung durch Software
Sicherheit: Session-basierte Verschlüsselung statt nur Tunnel-Schutz
Die Umsetzung
Phase 1: Pilot mit 3 Standorten (parallel zum bestehenden MPLS)
Phase 2: Schrittweise Migration weiterer Standorte
Phase 3: MPLS-Abbau nach vollständiger Validierung
Der Fokus lag auf Zero-Touch Provisioning – neue Standorte bekommen vorkonfigurierte Hardware, die sich automatisch ins Netzwerk einbindet.
Die praktischen Verbesserungen
Nach einem Jahr Betrieb:
Kostenseite:
- Reduzierung der jährlichen Connectivity-Kosten um etwa 20%
- Weniger Aufwand für Netzwerk-Management
Operational:
- Neue Standorte in wenigen Tagen online (statt Wochen)
- Deutlich weniger Netzwerk-related Support-Tickets
- Bessere Visibility über das gesamte Netzwerk
Sicherheit:
- Session-basierte Verschlüsselung für granulareren Schutz
- Bessere Compliance-Dokumentation
Die wichtigsten Learnings
1. Schrittweise Migration reduziert Risiken
Parallelbetrieb und pilotweise Umstellung vermeiden Big-Bang-Risiken.
2. Automatisierung schafft Freiräume
Weniger manuelle Netzwerk-Konfiguration bedeutet mehr Zeit für strategische IT-Projekte.
3. Transparenz verbessert Entscheidungen
Echte Performance-Daten helfen bei besserer Kapazitätsplanung und Provider-Verhandlungen.
Praktische Überlegungen für ähnliche Projekte
Vor der Entscheidung klären:
- Wie hoch sind die aktuellen Connectivity-Kosten wirklich?
- Wie lange dauern neue Standort-Anbindungen aktuell?
- Wie viel IT-Zeit geht für Netzwerk-Issues drauf?
- Welche Compliance-Anforderungen gibt es?
Bei der Umsetzung beachten:
- Pilotphase mit unkritischen Standorten starten
- Parallelbetrieb für Fallback-Szenarien
- Team-Training für die neuen Management-Tools
- Klare Rollback-Strategie definieren
Fazit
Die Migration zu SD-WAN war für diesen Kunden ein pragmatischer Schritt zur Modernisierung der Netzwerk-Infrastruktur.
Das Ergebnis: Niedrigere Kosten, mehr Flexibilität und weniger operative Komplexität.
Für Unternehmen mit ähnlichen Herausforderungen kann SD-WAN eine sinnvolle Alternative zu klassischen MPLS-Architekturen sein – vorausgesetzt, die Migration wird sorgfältig geplant und umgesetzt.